2017

01.April.2017

 

 

 

 

 

 

 

Auf den Hund gekommen

Seit geraumer Zeit bestanden in der Deutschen Marine schon Überlegungen, zum Objektschutz und für Boardingoperationen einen eigenen Spezialdiensthundetyp für die Marine zu schaffen, der sowohl Schutz-, Personenspür- und Explosivstoffspürbefähigung in sich vereinigt.

 

 

Marine-Minenspürdackel (MarMiSDack): wir machen den Weg frei! (Quelle: SDstHundeBw)

 

Stand der Begriff „Seehund“ bislang in der Marine für die Hohlstablenkboote des Minensuchgeschwaders, gehen die deutschen Seestreitkräfte mit der Einführung tierischer Experten an Bord nun einen neuen Weg. Geplant ist die Unterstützung durch Diensthunde vor allem im Seebataillon der Marine in Eckernförde. Es schützt mit seinen spezialisierten Kräften die Schiffe und Boote der Marine, Einrichtungen und zugewiesene Objekte im Bereich von Häfen, küstennahen Gewässern und Flussabschnitten. Diensthunde und Diensthundeteams können dieses Aufgabenspektrum wirksam unterstützen.

 

 

Weites Einsatzspektrum

 

Fietje und sein Diensthundführer bei der Suche nach Kampfmitteln im Anladegebiet (Quelle: SDstHundeBw/Wey)

In enger Abstimmung mit dem Referat Konzeptionseinsatzplanung des Marinekommandos, dem Seebataillon und der Abteilung Weiterentwicklung der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr wurde eine entsprechende Bedarfsträgerforderung entwickelt. Neben dem sogenannten Diensthund spezialisierte Kräfte Marine (DHSpezlKrMar), der in einem ersten Pilottraining 2018 an der Schule für Diensthundewesen für das Seebataillon ausgebildet wird, ist zunächst ein Diensthundetyp priorisiert worden, der Minen, Kampfmittel und IEDs aufspüren kann. Der neue Hund soll die Effizienz der hochspezialisierten Minentaucherkompanie noch weiter erhöhen und bei ihrem Auftrag unterstützen, Minen zu lokalisieren, zu identifizieren sowie Kampfmittel im Wasser und an Land unschädlich zu machen.

Die Schule für Diensthundewesen konnte bei der Entwicklung dieses besonderen Diensthundetyps auf langjährige Expertise in der Ausbildung von Minen- und Kampfmittelspürhunden zurückgreifen. Neu war lediglich das Element Wasser. Hier nutzte die Schule bei der Konzeption des Lehrgangs die Erfahrungen des Deutschen Roten Kreuzes in der Wassersuche. Durch das DRK werden Hunde zum Aufspüren von im Wasser liegenden menschlichen Körpern eingesetzt. „Der Hund kann bei dieser Art der Wassersuche vom Boot aus den Geruch, der sich aus wasserlöslichen und nicht wasserlöslichen Stoffen, Flüssigkeiten und Gasen zusammensetzt, wahrnehmen“, erklärt Oberfeldveterinär Christiane Ernst, Kommandeurin der Schule für Diensthundewesen.

„So ist es einer gut konditionierten Hundenase eben auch möglich, sowohl an Land wie auch zu Wasser Minen beziehungsweise Kampfmittel aufzuspüren“, ergänzt Kapitänleutnant Dennis L., Chef der Minentaucherkompanie, den gewählten Ansatz. „Gerade bei der Suche nach versteckten Ladungen in küstennahen Gewässern und Strandabschnitten sehen wir enorme Erfolge.“

Die so ausgebildeten Diensthunde der Marine zeigen Minen, Explosivstoffe und Kampfmittel passiv an. Wird also der bekannte Geruch durch die natürlich mitgeführte Hundenase detektiert, legt sich der Diensthund ruhig ab. Die ersten praktischen Wassertrainings fanden am Ulmener Maar in Rheinland-Pfalz statt; mittlerweile wird im laufenden Training auch im Salzwasser der Ostsee geübt. Bootsmann Dennis K. ist von der Leistung seines „Seehundes“ bereits absolut überzeugt. „Wir sind ein eingespieltes Team und ich weiß, dass ich mich auf Fietje jederzeit verlassen kann!“

 

Fietje bei der passiven Anzeige eines Kampfmittels auf einem Strandabschnitt (Quelle: SDstHundeBw/Wey)

Ein Diensthund muss von seinem Wesen her geeignet, gesund und körperlich leistungsfähig sein. Darüber hinaus muss er eine gute Nasenveranlagung haben, auch unter Belastungen arbeiten und sicher schwimmen können.
Bei der Bedarfsträgerforderung der Marine hat der Größenfaktor bei der bei der Wahl der Rasse ebenfalls eine entscheidende Rolle gespielt. Der Diensthund darf nicht viel Platz auf einem Minentauchereinsatzboot benötigen, muss aber lang genug sein, um vom Speedboot aus spüren zu können.

„Der Rauhaar-Dachshund verfügt hierzu über den optimalen Körperbau, ist zudem robust, mit einem feinen Näschen versehen, temperamentvoll und lernfreudig. Vor allem wird er nicht seekrank!“, erläutert Oberfeldveterinär Ernst. „Wir haben im laufenden Projekt die besten Erfahrungen gemacht und können noch in diesem Quartal die ersten Marine-Minenspürdackel, kurz MarMiSDack, einsatzzertifizieren!“

 

Quelle: Intranet, Nachrichten für Streitkräftebasis April 2017

 

Leserbrief zum Familienwochenende vom 19.05.17-21.05.17

 

Das Familienwochenende der MiTaKp auf dem StOÜbPl in Ludwigsburg war wieder mal eine gelungene Veranstaltung und bot ein Unterhaltungsprogramm mit riesigem Spektrum.

#Nach der Ansprache zur offiziellen Eröffnung ging der eigentliche Teil erst richtig los. Insgesamt waren zwischen 90-100 Px MiTa Angehörige zuzüglich 35 Kinder anwesend

Vom Ponyreiten, Fußball, Boomranger-, 5tonner- und Wolf- Fahrten, über Naturkunde und Bogenschießen, einer Hüpfburg die Kinderherzen höher schlagen ließ, dem obligatorischen Grillen, bis hin zur Lagerfeuerromantik inklusive Stockbrot und natürlich ausreichend kalt Getränken jeglicher Art, war alles vertreten, was Groß und Klein zufrieden stellte.

Während die Erwachsenen nach dem Spaßprogram zum gemütlicheren Teil mit Bierchen und anderen auch höher prozentigen Getränken übergingen, tobten und stoben viele Kinder immer noch über das Areal, bestaunten die Pferde und liefen  in der Hüpfburg wiederholt zur Höchstleistung auf. Am Lagerfeuer konnten die Papas dann vor ihren Kindern unter Beweis stellen, wie man ein Stockbrot zubereitet ohne es hineinplumpsen zu lassen, wobei die Kinder deutlich besser abschnitten.

Bei der riesigen Auswahl an Essen war für alle etwas dabei, so dass keiner hätte sagen können, dass er nicht ‚papp-satt‘ geworden wäre. Viele brachten auch noch von zu Hause Leckereien jeglicher Art, wie z.B. Salate und Kuchen mit. 

Je später der Abend, desto mehr kamen auch Familienväter und Mütter auf Ihre Kosten, als die Lütten irgendwann dann doch schliefen. Dank der Musikanlage auf der sich jeder mit mitgebrachter Musik im mp3 Format einbringen konnte, war auch für jeden Musikgeschmack etwas dabei.

Einzig und allein ein Regenguss spät Freitagsabend, war nicht wirklich mit einzuplanen. Doch als hätte der Wettergott sein Händchen hier mit im Spiel gehabt, um einen Wink zu geben, war es eh an der Zeit gewesen so langsam sein Zelt, seinen Wohnwagen, bzw. seine Koje aufzusuchen um morgens frisch gestärkt bei frischen Brötchen in den nächsten Tag zu starten. Ein Brunch ist hier nichts im Vergleich. Samstag und Sonntag standen voll im Zeichen des Sommers.

Alles in allem war es, wie zu erwarten, erneut eine super Runde Sache. Ich freue mich hier schon auf das nächste Jahr.

 

Hink, Hauptbootsmann u. PersFw

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Beitrag: HB (w) Böttcher, Marie-Luise

Familienwochenende vom 19. Mai bis zum 21. Mai 2017

 

 

 

Das diesjährige Familienwochenende wird mir noch lange in Erinnerung bleiben! Es war eine wunderbare Veranstaltung mit vielen tollen

Möglichkeiten für jung und alt. Es ist ja inzwischen Tradition, dass das Familienwochenende für die Soldaten und deren Familien einmal im

Jahr in den Sommermonaten statt findet. Das ist eine sehr gute Sache und stärkt die Beziehungen untereinander. Es geht mal nicht um den

alltäglichen Tagesdienst, den Dienstgrad oder andere dienstliche Belange. Beim Familienwochenende zählt einmal nicht der Soldat, sondern der

private Mensch der sich dahinter verbirgt und seine Familie, die im Hintergrund immer unterstützt. Und genau diese Menschen werden dann mal in den Vordergrund gerückt und ihnen ermöglicht, ein tolles Wochenende zusammen zu verbringen.

 

Die Kleinen konnten sich auf der Hüpfburg austoben, die Hunde flitzten gemeinsam über die Wiesen und die Soldaten und ihre Familien standen

oder saßen gemütlich zusammen! Redeten über die schönen Dinge des Lebens und ließen den Alltagsstress für einen Augenblick hinter sich!

Es herrschte eine absolut friedliche Stimmung und schöne Atmosphäre inmitten dieser schönen Naturkulisse.

 

Für die Kinder und Erwachsenen, die etwas mehr Action wollten, gab es natürlich auch genügend Möglichkeiten. Das Quad fahren war besonders

beliebt. Mit Vollgas über die Sanddünnen, durch den Wald oder am Strand entlang düsen war eine adrenalinreiche Fahrt mit hohem Spaßfaktor!

 

Die kleineren Jungs waren natürlich ganz angetan von dem großen Bundeswehr-LKW. Damit wurden sie durch holpriges Gelände und sogar ein Stück durch die Ostsee gefahren. Die Augen wurden immer größer und es gab so manche Tränchen, wenn die kleinen Mitfahrer abwechseln mussten. Das Interesse der Kleinen am Mitfahren ebbte das ganze Wochenende nicht ab.

 

Auch ein weiteres Highlight für alle Altersklassen war das Fahren mit dem Boomeranger über die Ostsee. Sich einmal wie Papa fühlen und mit der

angelegten Rettungsweste über die Ostsee in rasantem Tempo fahren. Das war natürlich für die Kinder aber auch für die Soldatenfrauen eine

willkommene Abwechslung und ein kleiner Eínblick in den Beruf des Minentauchers.

 

Das Highlight für die Mädchen war das Reiten auf Ponys oder großen Pferden. Nachdem der Reithelm angezogen war wurden die Kinder auf den

Pferden durch das Gelände geführt. Die Augen haben vor Freude geglänzt und die stolzen Eltern haben ihrem Kind zugeschaut.

 

So viel Action macht natürlich hungrig! Aus mitgebrachten Speisen und bestelltem Cateringessen wurde ein erstklassiges Buffet

aus warmen und kalten Speisen zusammen gestellt. Dieses war auch auf die Kleinsten abgestimmt und somit für jedermann ein Gaumenschmaus.

 

Wer es dann nach den ganzen tollen Aktivitäten ruhiger angehen lassen wollte, konnte sich am Lagerfeuer einfinden, sich aufwärmen und sein

Stockbrot in der Glut bräunen. Als Erwachsener ist man auch nie zu alt für Stockbrot und somit saßen jung und alt zusammen. Ein knisterndes

Lagerfeuer ist und bleibt ein Anziehungspunkt für jedermann. Es wurden dort nette Gespräche geführt oder der Tag im Stillen Revue passiert.

 

Die Nacht konnte im Zelt, im Wohnwagen oder zu Hause verbracht werden. In der Nacht zog ein Regenschauer vorüber aber dadurch hat sich

niemand seine gute Laune nehmen lassen. Im Vergleich zu der angesagten Wetterprognose hatten wir wirklich Glück und Petrus auf unserer Seite.

 

Samstagvormittag kam ein Jäger und erklärte die verschiedenen Tiere im Wald. Er hatte ausgestopfte Tiere dabei die jeder vorsichtig streicheln durfte.

Die Kinder und Erwachsenen lauschten aufmerksam seinen Worten und lernten vieles dazu. Er stellte auch Fragen und kommunizierte auf diese Weise

sehr gut mit den Kindern und bezog diese mit ein.

 

Alle haben an einem Strang gezogen und dieses ereignisreiche und durchweg positive Wochenende auf die Beine gestellt.

 

Es gilt besonderem Dank dem Minentaucherverein! Dieser hat die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt ohne diese wir eine solche Veranstaltung

nicht auf die Beine gebracht hätten.
 

Vielen, vielen Dank!

 

 

Ein guter Herbstbeginn 2017!

 

die Ausbeute des Oktobers:
- 1 neuer Chef
- 1 neuer Einsatzoffizier
- 1 neuer Minentaucher H.C.

Seit Oktober ist die vakante Stelle des Einsatzoffiziers der Minentaucherkompanie durch KptLt Leonhartsberger (Leo) wieder besetzt. KptLt Boris Melching hat die Dienstgeschäfte als Chef der Minentaucherkompanie aufgenommen. Beiden wünscht der Vorstand des Minentauchervereins das gute Händchen und die altbekannte Handbreit Wasser unter dem Kiel! Oberstabsbootsmann Ralf Rister (Ralle) wurde bei der Chefübergabe durch den scheidenden Kompaniechef Korvettenkapitän Dennis Leukert zum Minentaucher H.C. ernannt. Der Spieß der Minentaucherkompanie, der als "Mutter der Kompanie" mehr als nur seinen Namen gerecht wurde, wurde Einstimmig durch die Einsatzleiter gem. der Statuten in den Kreis aufgenommen.

Dem scheidenden Korvettenkapitän Leukert danken wir für seine Leistung als Kompaniechef und Vorstandsmitglied des Minentaucher e.V.
Alles Gute und das nötige Soldatenglück für deinen weiteren Weg!

Der Vorstand

 

 

Der Bullfrog der Minentaucher!

Als Bullfrog bezeichnen Minentaucher den ältesten, aktiven, im Dienst stehenden Minentaucher.
Diese besondere Ehre gilt seit gestern dem 01.03.2017 , dem Oberstabsbootsmann Gisbert Spiekermann.
Der -wirklich jung gebliebene- Oberstabsbootsmann , ist mit 35 Minentaucher Dienstjahren der längste, seit bestehen der Bundeswehr amtierende Minentaucher. Außer einem kurzweiligen Bänderriss, den er sich noch im Dienst zugezogen hatte, war er immer "Gewehr bei Fuß" und hat immer treu gedient!
Neptun persönlich wird in einer gebührenden Veranstaltung, am Ende des Jahres, den Oberstabsbootsmann und ambitionierten Radrennfahrer in den wohlverdienten Ruhestand entlassen.
Der gesamte Vorstand gratuliert dem Bullfrog zu dieser grandiosen Leistung!

Pi Pack!!
Pi Pack!!
Pi Pack!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Minentaucher auf der Boot Düsseldorf
 

 

Hallo, ich bin Hauptbootsmann André Hergenröder und seit 18 Jahren Minentaucher. Ihr wollt wissen, welche Aufgaben ich habe oder wie ihr Minentaucher werden könnt?

Hier das komplette Interview auf Facebook: Link

 

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Minentaucher e.V.

Hochkamp 6

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